mywintergarten

Kurzkrimi

Kurzgeschichte: Der perfekte Mord

 

Rüdiger und Sandra kannten sich schon aus dem Sandkasten. Sie waren in die gleichen Schulen gegangen und hatten dieselben Lieder gesungen. Auf einer Party zu Karneval wurden Sie dann ein Paar und Sie heirateten. Sie hatten auf einem Schiff auf dem Rhein geheiratet, da beide keine Wert auf eine religiöse Zeremonie legten.

 

Vor drei Jahren waren Sandras Eltern gestorben. Ihr Vater hatte zu Lebzeiten viel Geld in der Schweiz deponiert und ihr kurz vor seinen Tode überschrieben. Rüdiger, Sandra Mann wusste als naher Familienangehöriger davon und doch überraschte es ihn als Sandra ungefragt Ihm Vollmacht für das Schweizer Depot gab. Sie könne ja schließlich krank werden und sich dann nicht mehr drum kümmern. Gut 400.000 Schweizer Franken schlummerten da vor sich hin. Rüdiger ertappte sich immer öfter dabei was er mit dem Geld anstellen würde, wenn er es alleine hätte. Mexiko oder Argentinien , das waren seine ersten Gedanken, aber diese verwarf er rasch wieder da er zu ängstlich war, um in Süd- bzw. Mittelamerika zu leben. Innerhalb weniger Wochen entwickelte er richtige Tagträume. Die Kanaren, das wäre die richtige Ort, etwas südamerikanisch Tough , aber die Sicherheit Europas.

 

Einige Monate später als er Sonntags Morgens alleine im Wald spazieren ging – Sandra wollte alleine zu dem Grab Ihrer Eltern – kam ihm eine verrückte Idee

Er könnte seine Frau mit Giftpilzen umbringen und ein Motiv hatte er ja praktisch nicht. Niemand außer den beiden wusste von dem Depot in der Schweiz. Er rief seinen Kumpel Volker und und bat Ihm ihm einen Gefallen zu tun und mit niemandem drüber zu reden.

 

Einige Wochen später. Sandra kam Donnerstag erst später von der Arbeit, meistens gegen 19:00. Rüdiger hatte ihr zugesagt, das Abendessen zuzubereiten. Er hatte sich den halben Tag frei genommen und war im Wald Pilze sammeln. Giftige versteht sich.

Er hatte die Pilze zubereitet und schon den Tisch gedeckt als Sandra nach Hause kam. Jetzt klingelte das Telefon, es war Volker und er Bat seinem Kumpel ihm dringend bei einem Computerproblem zu helfen, da er mehr Ahnung hatte als er selbst. Rüdiger entschuldigte sich bei seiner Frau und bat sie, sie könne ja schon ohne ihn anfangen. Er hatte Volker in seinen Plan eingeweiht und sie setzen gemeinsam Volkers Rechner neu auf, falls die Polizei später nachforschen würden.

 

Als er gegen Mitternacht nach Hause kam, er zitterte am ganzen Leib, war seine Frau schon jämmerlich verreckt. Er rief den Notarzt und er machte allen Beteiligten glaubhaft klar, dass dies ein schrecklicher Unfall war und er dem Teufel von der Schippe gesprungen sei. Die Polizei wurde zwar aktiv, stellte auch Nachforschungen an, aber sie sahen überhaupt kein Motiv, dass es ein Mord war. Rüdiger gab den Trauernden und wartete ein Jahr, bevor er über Zürich nach Fuerteventura umsiedelte.

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